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Die Chronik der KLJB-Emsbüren

Bevor die KLJB in Emsbüren 1948 gegründet wurde, gab es im Kirchspiel andere kirchliche Jugendgruppen wie Kolping oder die Marianische Kongregation. Nach dem Krieg lief die Marianische Kongregation jedoch auseinander. Um die Landjugend dennoch zusammenzuhalten, drängten der ehemalige Vorsitzende des landwirtschaftlichen Ortsvereins, Gerhard Hölscher und Pastor Krämer darauf, in Emsbüren eine KLJB zu gründen. Den ersten Anstoß dazu hatte auf Kreisebene bereits der Präsident der „Vereinigung des Emsländischen Landvolkes“, Hermann, gegeben.

Pastor Krämer kündigte schließlich von der Kanzel herab die Gründungsversammlung im Saal Kamphues an. Im Laufe der Versammlung wurde Gerd Theissing aus Ahlde einstimmig zum Vorsitzenden gewählt. Er war gleichzeitig Vertrauensmann der KLJB auf Kreisebene und im Ortsvorstand. Nach der Wahl des Vorsitzenden wurden aus jeder Gemeinde noch zwei Vertrauensleute bestimmt. Einen Schriftführer brauchte man nicht zu wählen, da diese Arbeit von den Lehrern der Landwirtschaftsschule übernommen wurde, die neben dem Kaplan eng mit der Landjugend zusammenarbeiteten.

Viele Veranstaltungen wurden mit dem landwirtschaftlichen Ortsverein gemeinsam durchgeführt. Dieser bezahlte auch die Referenten, die auf den Versammlungen sprachen. Daher hatte die Landjugend anfangs auch keine zahlenden Mitglieder. Am letzten Sonntag im Monat trafen sich die Vertrauensleute und der Ortsvorstand in der Gaststätte Kuipers zur Besprechung des Programms.

Im Sommer unternahm man Ausflüge und Feldbesichtigungen, zum Beispiel zu Versuchsfeldern der Landwirtschaftskammer. Das Winterprogramm enthielt fünf bis sieben Veranstaltungen, die abwechselnd in den Sälen von Emsbüren stattfanden. Meistens hielten dabei die Lehrer der Landwirtschaftsschule einen Vortrag zu landwirtschaftlichen Fachthemen. Es wurden aber auch auswärtige Redner verpflichtet, zum Beispiel Vertreter der Landwirtschaftskammer oder der Kreistierarzt.

Nachdem Josef Schulte-Richtering 1954 Gerd Theissing als Vorsitzenden ablöste, wurde dem Vorstand immer stärker bewusst, dass die Arbeit so nicht weitergehen könne. Aus dem Gedanken heraus, auch mehr allgemeine Themen zu behandeln, wurden in den Folgejahren die ländlichen Seminare in Emsbüren eingeführt. Diese Seminare, die im Winterhalbjahr durchgeführt wurden, waren eine Art Erwachsenenbildung und wurden bezuschusst. Zu Beginn stieß diese Bildungsmaßnahme auf große Skepsis, doch durch intensive Werbung konnte man genügend Interessenten zu den Seminaren locken. Die hiesigen Lehrpersonen der Volksschulen und der Landwirtschaftschule hielten dabei Referate über kommunal-politische, landwirtschaftliche, religiöse und andere interessante Themen.

Zu den Referenten zählten unter anderem Herr Pieper und Herr Henke von der Volksschule Emsbüren, Herr Geissing von der Volksschule Mehringen und Herr Dr. Brasse von der Landwirtschaftsschule. Da die Referenten kein Honorar für die von Ihnen gestalteten Abende verlangten, und der Zuschuss somit übrig blieb, wurde als Abschluss des Seminars- gegen den Widerstand des Pfarrers- ein Tanz veranstaltet, das so genannte Seminarfest. Zu diesem Fest wurden die Seminarteilnehmer, die Referenten und die Vorstände der anderen kirchlichen Organisationen Emsbürens eingeladen. Da die Landjugend zu dieser Zeit nur männliche Mitglieder hatte, musste jeder Festteilnehmer ein Mädchen mitbringen.

Die ländlichen Seminare waren so erfolgreich, dass man in den nächsten Jahren bis zu drei Themenreihen in einem Winterhalbjahr laufen ließ. Teilweise wurden die Seminare auch überörtlich mit anderen KLJB-Gruppen der Umgebung durchgeführt. Zwar flaute die anfängliche Begeisterung für die ländlichen Seminare nach einigen Jahren etwas ab, doch fanden sie noch weit bis in die 60er Jahre hinein statt.

Da sich die Landjugend in dieser Zeit mehr und mehr vom landwirtschaftlichen Ortsverein löste, musste eine eigene Organisation mit Kasse und Schriftführer aufgebaut werden, zumal jetzt auch Beiträge an die Diözesanstelle abgeführt werden mussten.

1957 wurde Bernhard Schmackers Vorsitzender. Großen Anklang fanden in diesen Jahren Gruppenfahrten, die zum Beispiel nach Freiburg oder Frankreich führten. Auch das Bestreben, Frauen mit in die Gruppe einzubeziehen, war in dieser Zeit schon groß, stieß aber noch auf den Widerstand der Geistlichen.

Nachdem Hans Darpel 1962 Vorsitzender wurde, begann die Gruppe, auch im musischen Bereich aktiv zu werden. Sie studierte Volkstänze ein und führte Theaterstücke auf. Da bei den Theaterspielen auch weibliche Rollen zu besetzen waren, drangen jetzt mehr und mehr Frauen in die Gruppe, wurden aber noch nicht offiziell als Mitglieder aufgenommen. Der Vorschlag Hans Darpels, auch Jugendliche aufzunehmen, die nicht aus der Landwirtschaft kamen, wurde wie eine kleine Revolution aufgefasst. Erst unter Vorsitz von Bernhard Arning, der 1969 sein Amt antrat, wurden erstmals Frauen offiziell aufgenommen.

Mit der Weiterentwicklung des ländlichen Raumes und dem Strukturwandel in der Landwirtschaft wurde der KLJB bewusst, dass die landwirtschaftliche Fortbildung nicht mehr der Schwerpunkt der Aktivitäten bilden könne, zumal im Laufe der Zeit immer weniger Landjugendmitglieder in der Landwirtschaft tätig waren. Es wurde deutlich, dass die Hauptaufgabe mehr und mehr die Pflege der Gemeinschaft und Wahrung der ländlichen Tradition sein musste.

So wurde das Programm in diesem Sinne ständig erweitert. Es fanden weiterhin Fahrten statt, zum Beispiel 1975 eine Wochenendfahrt nach Cochem an der Mosel. Außerdem wurden immer häufiger Quizveranstaltungen durchgeführt, die auch noch heute sehr beliebt sind. Bei den Quizveranstaltungen war die KLJB Emsbüren sehr erfolgreich. 1978 erreichte sie sogar den dritten Platz beim Bezirksentscheid.

1978 war außerdem das 30jährige Jubiläum zu organisieren. Viele Ehemalige erinnern sich gewiss noch an die prall gefüllte Festwoche im Mai, die sonntags mit einer Auto-Orientierungsfahrt eröffnet wurde. Über die Woche verteilt fanden noch ein Kegelabend, ein Landjugendquiz mit zehn auswärtigen Ortsgruppen und ein Gesprächsabend über die Zukunft der Landjugend statt. Außerdem wurden Ehemalige, Mitglieder und Eltern zu einem bunten Nachmittag mit Theater und Volkstanzgruppe eingeladen. Am Samstag, dem letzten Tag der Festwoche, gestaltete man eine plattdeutsche Messe. Anschließend fand ein Aktionstag mit Pokaltunieren in Völkerball und Fußball und anschließendem Landjugendfest im Saal Evering statt. Den Erlös der Festwoche stiftete die KLJB der Kinderhilfe e.V. in Lingen-Laxten.

Im Laufe der Jahre kamen weitere regelmäßige Veranstaltungen hinzu, zum Beispiel die Frühschichten in der Fastenzeit, das Erntedankfest, die „Spiele ohne Grenzen“ und die Teilnahme am Pfarrfest.

Zum 40jährigen Jubiläum veranstaltete die KLJB Emsbüren an der Ahlder Schule ein „Spiel ohne Grenzen“. Fünf Jahre später, zum 45jährigen Jubiläum, konnten sich Interessierte bei einem Schlepper-Geschicklichkeitsfahren auf dem Gelände des Lohnunternehmers Wulkotte in Drievorden messen. Im selben Jahr fuhr die KLJB Emsbüren nach Hannover zur Besichtigung des Senders von Radio FFN.

Trotz der verschiedenen Veranstaltungen wurden die landwirtschaftlichen Ursprünge immer beibehalten. So hat die Emsbürener Landjugendgruppe gemeinsam mit den Ortsgruppen Listrup und Elbergen einen Bildband über die Hof und Wegekreuze, Bildstöcke und Klusen im Kirchspiel Emsbüren herausgebracht.

Für Aufsehen sorgte die KLJB 1985, als auf dem Hof Eilermann in Hesselte ein Mais-Großversuch durchgeführt wurde. 49 verschiedene Maissorten wurden in Versuchsreihen angebaut, im Herbst geerntet und die Erträge miteinander verglichen.

Dem Erhalt bäuerlicher Traditionen folgend, organisierte die Landjugend 1994 gemeinsam mit dem Landfrauenverein und dem landwirtschaftlichen Ortsverein einen „Grünen Markt“ auf dem Gelände der Warengenossenschaft in Leschede. Die KLJB war mit einer historischen Seilflechtmaschine vertreten, mit der wie in alten Zeiten von Hand gedreht wurde.

Im Jahr 1997 führten Landfrauen, Ortsverein und Landjugend in ähnlicher Weise einen Bauernmarkt auf dem historischen Heimathof durch. Die KLJB brachte dort abermals handgefertigte Seile unter die Leute. Außerdem errichtete die KLJB Emsbüren zum Bauernmarkt große Strohpuppen aus Rundballen an den Ortseingängen, die das Ereignis schon von „weitem“ ankündigten. Der Erlös des Bauernmarktes wurde Vertretern des Diözesanarbeitskreises Peru überreicht, der ein Kleinbauernprojekt in dem armen Andenstaat unterstützt.

Um die Jahrtausendwende stieg die KLJB Emsbüren ins technische Zeitalter ein, indem sie ihre erste Homepage "online" stellte. Über diese konnten Informationen rund um die Landjugend schneller gestreut werden. Des Weiteren konnte man Fotos von Veranstaltungen sehen.

Zu Beginn des Jahres 2005 wurde eine neue Homepage erstellt, da die vorherige nicht mehr den gestiegenen Anforderungen gewachsen war. Durch laufende Aktualisierungen ist sie zu einer bedeutenden Informationsplattform geworden, über die sich Interessierte zeitnah über neue Veranstaltungen informiert können. Außerdem werden laufend  neue Fotos veröffentlicht und es wurde ein unkompliziertes Anmeldeverfahren für Veranstaltungen und Aktionen integriert.

Im Jahr 2006 gab es im gesamten Bistum Osnabrück eine Aktion namens "mydorf". Dies war eine 72 Stunden Aktion, in der die verschiedenen Landjugenden eine Aufgabe im sozialen Bereich zu erfüllen hatten. Unsere Landjugend hatte die Aufgabe einen Kinderspielplatz neben dem Pfarrgarten zu bauen. Durch viele fleißige ehrenamtliche Helfer und den Einsatz von großen Maschinen wurde die Aktion innerhalb der 72 Stunden erfüllt und somit Emsbüren um einen neuen schönen Spielplatz für Kinder bereichert.

An diesen Beispielen wird deutlich, dass die Begriffe –katholisch-,-ländlich-,-Jugend- und –Bewegung- keine leeren Worthülsen für die KLJB Emsbüren sind, sondern im Verband gemeinsam gelebt werden.

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