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Kreuz in Lage

Jedes Jahr am Dienstag vor Ostern fährt die KLJB nach Lage-Rieste, um das Kreuz zu tragen. Man sagt dem Kreuz heilige Kräfte nach, die schon so manchen geheilt und Hilfesuchenden geholfen haben sollen. Mit der Kreuztracht bittet die Landjugend um ein erfolgreiches Jahr, eine gute Ernte und Gesundheit.

Das Kreuz wird dabei von wenigstens drei Personen auf den Schultern um die Kirche getragen. Die anderen Prozessionsteilnehmer schließen sich dem Kreuz an und beten den schmerzhaften Rosenkranz. Der Kaplan, der die Fahrt als Präses begleitet, geht nach der Kreuztracht mit den Jugendlichen in die Kirche, um dort mit einem Gebet und einem Lied oder einem kurzen Wortgottesdienst das Kreuztragen zu beenden.

Die Kommende Lage wurde zur Zeit der Kreuzzüge gegründet. Graf Otto von Tecklenburg übergab den Gutshof Lage im Jahre 1245 der Kirche. Er war von der Idee der Kreuzzüge erfüllt und wollte auf diesem Weg zum Gelingen derselben beitragen. Auf dem Sitz des Grafen wurde von den Johannitern die Kommende Lage errichtet, zu der auch die Kirche St. Johannes der Täufer gehört. Sie war lange Zeit die wichtigste Ordensburg in Nordwestdeutschland. Im Jahr 1811 wurde sie aufgelöst.

Bischof Engelbert von Osnabrück weihte 1315 das Kreuz. Schon damals kamen viele Gläubige, um es zu sehen: unter ihnen viele Kranke und von Sorgen geplagte Menschen. Der Sage nach wurden sie gesund und gingen ohne Sorgen aus Lage fort.











Dieses Kreuz wird beim
Umzug in Lage um die
Kirche getragen.

Das Kreuz in Lage


Auch heute noch kommen fast täglich Christen nach Lage, um das Kreuz zu tragen und für einen Kranken zu bitten. Vor allem in der Fastenzeit, besonders in der Karwoche, finden Wallfahrten statt. Schon oft war von starken Verbesserungen des Zustandes der Kranken in der Stunde der Kreuztracht zu hören. Durch das Kreuztragen versuchen die Betenden, dem Leidenden sein Kreuz von der Schulter zu nehmen. Aber auch als Dank für eine unerklärliche Heilung wird das Kreuz getragen.


Die Emsbürener Landjugend trägt seit 1985 jeweils am Dienstag der Karwoche das Kreuz. Damals stiftete der damalige Festwirt Benno Evering der KLJB ein Hofkreuz. Da in Emsbüren kein geeigneter Platz zu finden war, einigte man sich, das Kreuz dem damaligen Kaplan Reinhard Trimpe, heute Pfarrer in Lohne, zu stiften. Er besitzt in Lage gemeinsam mit seinem Bruder ein Haus, welches auch von Jugendlichen gemietet werden kann. Vor diesem Haus, auf dem Gelände der Kommende, wurde das Kreuz mit Blickrichtung zur Kirche aufgestellt. Eine Tafel, die unten am Kreuz angebracht ist, erinnert an die Stifter.



 

 

 




Das gestiftete Kreuz
Von Benno Evering

Das gestiftete Kreuz von Benno Evering


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